Tamarind Falls: Wanderung zu den 7 Cascades auf Mauritius
Die 7 Cascades, auch bekannt als Tamarind Falls, sind eine Reihe von insgesamt sieben Wasserfällen, die aus dem Fluss Tamarin entspringen. Das Gebiet liegt mitten im Herzen des Black River Gorges Nationalparks und gehört mit Abstand zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen auf Mauritius. Die Landschaft besteht aus tiefen Schluchten, ist dicht bewachsen und in jeder Richtung findest du exotische Pflanzen sowie Vögel. Die Wanderung führt auf schmalen Trampelpfaden mit teilweise steilen und herausfordernden Stellen die Wasserfälle hinunter, während du dich in den Naturpools immer wieder abkühlen und den Blick in die Ferne genießen kannst. Hier zeigt sich Mauritius von seiner wilden Seite, weit weg von den klassischen Stränden und Hotelanlagen.
Wanderung Tamarind Falls
Neben den Wanderungen auf den Le Pouce und den Le Morne Brabant gehört die Tour zu den 7 Cascades zweifellos zu den vielseitigsten Erlebnissen auf der Insel. Dich erwarten natürliche Felsstufen, kleine Kletterpassagen und dichter Wald, wobei du immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die tief eingeschnittenen Schluchten genießt. Je nach Geschwindigkeit und Kondition dauert der Rundweg etwa 3 bis 5 Stunden. Die Wanderung beginnt am obersten Punkt und schlängelt sich am Rand der Wasserfälle über die einzelnen Kaskaden immer weiter nach unten.
Dabei solltest du jedoch beachten, dass die Wege zwischen den Kaskaden sehr steil und durch die hohe Feuchtigkeit oft extrem rutschig oder matschig sein können. Außerdem ist an einigen Stellen Schwindelfreiheit gefragt, da der Pfad teils nah am Abhang entlangführt oder über größere Felsen überwunden werden muss. Besonders nach Regenfällen ist der Boden weich, weshalb gute Wanderschuhe und Trittsicherheit absolut unverzichtbar sind. Dennoch ist die Wanderung gut machbar, solange du dir genug Zeit lässt und die einzelnen Passagen in Ruhe angehst.
Wir empfehlen, die Wasserfälle von oben nach unten abzuarbeiten. So sparst du dir Kraft musst nicht gegen den Strom an Touristen ankämpfen. Der einzige Haken: Am Ende wartet ein etwa 25-minütiger Anstieg zurück zum Startpunkt auf dich. Da die 7 Cascades sehr beliebt sind, triffst du oft auf größere Gruppen und Guides, was an engen Stellen gelegentlich zu kleinen Staus führen kann.
Parken und Einstieg zum Trail
Der Ausgangspunkt der Wanderung liegt in der Nähe des Friedhofs von Henrietta. Dort kannst du dein Auto entlang der Straße abstellen, bevor du am Ende der Fahrbahn einen kleinen Hindu-Tempel erreichst. Wirkliche Wegweiser gibt es zwar keine, doch durch aufmerksames Beobachten oder kurzes Nachfragen kommst du problemlos zurecht. Meistens stehen dort auch ein paar lokale Guides, was ein sicheres Zeichen dafür ist, dass du richtig bist. Von dort aus führt dich der Weg nach rechts an einer Schranke vorbei und ein Stück am Feldrand entlang. Nach etwa 500 Metern zweigen mehrere Trampelpfade nach links ins Dickicht ab, die alle an der ersten Kaskade zusammenlaufen und dich von dort aus tiefer in das Tal führen.
Je nach Lust und Laune kannst du hier einen halben oder ganzen Tag verbringen. Wir selbst waren am Vormittag auf einer Kajaktour in der Tamarin Bay und sind danach ganz entspannt zu den 7 Cascades gefahren. Selbst bei einem späteren Start bleibt genug Zeit, um alle Wasserfälle zu sehen und ausgiebige Pausen zu machen, bevor es dunkel wird.
Brauchst man einen Guide?
Wie so oft auf Mauritius wirst du auch bei den 7 Cascades zahlreiche Angebote für geführte Touren finden. Online liest man immer wieder, dass die Wanderung gefährlich sei oder man sich leicht verlaufen könne. Im Endeffekt sind das sehr subjektive Einschätzungen. Auch wir hatten kurz überlegt, die Tour mit einem Guide zu machen, haben uns im Nachhinein aber dagegen entschieden. Natürlich gibt es unterwegs Abzweigungen, an denen man kurz überlegen muss, welcher Weg der richtige ist, aber genau dieses kleine Abenteuer macht den Reiz aus. Mit etwas Orientierungssinn kommst du hier gut zurecht und kannst dir das Geld für einen Guide auf jeden Fall sparen.
Trotzdem muss man ehrlich zu sich selbst sein. Es gibt durchaus rutschige Stellen und du musst etwas klettern. Wenn du also ein unsicheres Gefühl hast oder deine Ausdauer nicht optimal ist, kann es durchaus Sinn ergeben, einen Guide zu buchen. Daher haben wir dir hier geführte Touren rausgesucht:








