Ubud Bali Guide – Tempel, Reisterrassen & Kultur erleben

Verglichen mit Uluwatu war unser Aufenthalt in Ubud eine komplette Umstellung. Das laute Verkehrschaos, hunderte Menschen und die vielen spirituellen Bräuche waren im Vergleich zu den weiten Stränden erstmal ein Schock. In der Hitze und dem Trubel der Stadt fühlten wir uns am Anfang ehrlich gesagt ziemlich verloren. Trotz der ganzen Hektik fallen aber sofort die schönen Opfergaben aus Blumen und Naturmaterialien ins Auge. Diese liegen wirklich überall auf den Gehwegen, weshalb du aus Respekt auf keinen Fall auf sie treten solltest.

Insgesamt waren wir 4 Tage in Ubud. Das war uns im Nachhinein zu lang, weshalb wir dir eher 2 bis 3 Tage empfehlen würden. Die Meinungen zu Ubud spalten sich extrem, denn entweder du liebst den Ort oder er ist eben nichts für dich. Das kommt ganz auf deine persönlichen Vorlieben an und darauf, was du gerne auf Reisen unternimmst. Da Ubud trotzdem fest zu jeder Bali Reise gehört, teilen wir in diesem Beitrag unsere Aktivitäten und ehrliche Reviews mit dir, damit du das Beste aus deinem Aufenthalt machen kannst.

Was tun in Ubud?

In Ubud gibt es einiges für dich zu entdecken. Das Angebot reicht von den saftig grünen Reisterrassen über die zahlreichen Tempel bis hin zu kulinarischen Highlightsschönen Märkten und entspannten Massagen. Die Aktivitäten vor Ort sind wirklich vielfältig, sodass du hier auf jeden Fall fündig wirst. Im Folgenden findest du eine Liste der Dinge, die wir in Ubud unternommen haben. Wir haben uns dabei auf eine gute Mischung aus den absoluten Highlights und ein paar entspannten Momenten konzentriert.

Ubud Aktivitäten

  • Tempelbesuche
    In Ubud kannst du viele Tempel entdecken. Besonders bekannt sind der Ubud Tempel, Pura Taman Saraswati, die Elefantenhöhle Goa Gajah und Gunung Kawi. Denk aber daran, dass du manche Orte wie zum Beispiel den Ubud Palace nur von außen anschauen darfst
  • Reisterassen Tegallalang & Jatiluwih
    Die Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih gehören zu den bekanntesten auf ganz Bali. Der Eintritt kostet etwa 1 bis 2 Euro pro Person. Am besten bist du schon früh da, da es sich schnell füllt und heiß wird. Von den berühmten Bildern auf der Bali Swing raten wir dir eher ab. Das ist eine reine Touristenattraktion und hat sich für uns auch nicht wirklich sicher angefühlt.
  • Märkte in Ubud
    Auf dem Ubud Traditional Market im Zentrum findest du Souvenirs, Kunst und Kleidung. Kleinere Märkte wie der Sayan Morning Market oder der Ubud Art Market bieten eher Obst, Gemüse und lokale Produkte. Ehrlich gesagt haben wir den Hype darum nicht ganz verstanden. Die Märkte sind nett anzuschauen, wenn du mal etwas Zeit übrig hast, aber sie sind für uns keine wirkliche Attraktion.
  • Kochkurs
    Wir haben über AirBnB einen balinesischen Kochkurs gebucht und können dir das wirklich nur ans Herz legen. Es ist eine tolle Erfahrung, bei der du siehst, wie die Locals abseits der Touristenpfade tatsächlich leben. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten, einmal mit Marktbesuch und einmal ohne.
  • Cretya Ubud
    Einer der bekanntesten Beach Clubs in Ubud direkt bei Tegallalang. Der Eintritt kostet etwa 8 Euro pro Person, lohnt sich unserer Meinung nach aber kaum. Wir fanden es dort viel zu überfüllt und touristisch. Wenn du kein Day Bed reserviert hast, gibt es so gut wie keinen Platz, um deine Sachen abzulegen oder sich mal auszuruhen. Die wenigen freien Plätze sind oft stundenlang mit Handtüchern blockiert und die Becken sind einfach nur voll.

Sonstige Aktivitäten in Ubud

  • Mount Batur
    Den Sonnenaufgang auf dem Vulkan Mount Batur zu erleben gehört für viele Reisende sicher zu den absoluten Highlights. Es gibt zahlreiche Touren bei Anbietern wie GetYourGuide für etwa 22 Euro pro Person. Wir haben uns allerdings ganz bewusst dagegen entschieden. Wir hatten wenig Lust darauf, in einer riesigen Menschenkette den Vulkan hochzuwandern. Außerdem beginnt das Abenteuer bereits um zwei Uhr nachts, was für uns kein echtes Urlaubsfeeling ist.
  • Monkey Forest
    Den Affenwald mit seinen hunderten freilaufenden Affen haben wir ebenfalls ausgelassen. Für unseren Geschmack ist das Ganze viel zu kommerzialisiert. Es wirkt am Ende eher wie ein unnatürlicher Zoo und hat wenig mit freier Wildbahn zu tun.
  • Wasserfälle
    Wenn du Lust auf Wasserfälle hast, sind Tegenungan oder Kanto Lampo bekannte Anlaufstellen. Eine schöne Alternative für einen Spaziergang im Grünen ist zudem der Campuhan Ridge Walk.

Restaurant- und Barempfehlungen

In Ubud findest du an jeder Ecke eine riesige Auswahl an Restaurants und Cafés für extrem wenig Geld. Das Angebot reicht von lokaler Küche bis hin zu westlichen Gerichten, sodass du hier garantiert fündig wirst. Hier sind die Spots, die wir während unserer Zeit dort besucht haben.

  • Ibu Rai
    Das ist eine absolute Empfehlung von uns. Hier können wir dir vor allem den Oktopus ans Herz legen. Vom Wein würden wir dir auf Bali generell eher abraten.
  • Eat Me
    Ein kleiner Imbiss, der Shawarma verkauft. Das Essen ist sehr lecker und eignet sich perfekt für einen kurzen Mittagssnack.
  • Mild Bistro
    Ein sehr schönes und leckeres Restaurant. Du bekommst dort zum Beispiel Parmesan Hähnchen mit Beilagen für etwa 4,50 Euro oder Pasta für rund 3,80 Euro.
  • Laughing Buddha Bar
    Eine coole Bar mit entspannten Vibes und Live Musik, die täglich wechselt.
  • Balifornia
    Wir waren dort nur für einen Kaffee. Es ist aber ein wirklich schönes und optisch ansprechendes Restaurant.
  • Divya Bar
    Diese Bar liegt im zweiten Stock, sodass du mit Blick auf Ubud draußen sitzen kannst. Die Cocktails waren okay und es war dort ziemlich voll.

Unsere Unterkunftstipp

Bevor es für uns direkt nach Ubud ging, haben wir etwas außerhalb eine Nacht in einem Baumhaus mitten in den Reisfeldern verbracht. Die Übernachtung im Bambus Baumhaus hat etwa 40 Euro pro Person gekostet und ist perfekt, wenn du mal so richtig in der Natur abschalten willst. Der Service war super und die Badewanne im Freien ist ein echtes Highlight. Beachte aber unbedingt, dass es dort keine Klimaanlage gibt. Durch die offene Bauweise kann sich auch mal das ein oder andere Tierchen im Baumhaus verirren. Außerdem solltest du bei deiner Planung den Zeitpunkt berücksichtigen, da die Reisfelder nicht zu jeder Jahreszeit in vollem Grün blühen.

In Ubud selbst haben wir in der Unterkunft von Andre übernachtet. Die Zimmer kosten etwa fünfzehn Euro pro Person und Nacht und liegen wirklich zentral. Ein großer Pluspunkt ist der Pool, in dem du der Nachmittagshitze sehr gut entkommen kannst. Die Unterkunft war einfach und sauber und für den Preis auf jeden Fall in Ordnung. Die Hosts waren hilfsbereit und haben uns bei der Organisation eines Rollers unterstützt. Zusammengefasst war es eine praktische und günstige Unterkunft, aber eben auch nicht mehr. Hier findest du deshalb noch ein paar alternative Unterkünfte für jedes Budget, die wir für dich rausgesucht haben.

Anreise und Transport vor Ort

Wir haben uns über die Grab App ein Taxi bestellt, um von Uluwatu nach Ubud zu kommen. Der Verkehr in Ubud ist so dicht, dass du mit dem Auto fast keine Chance hast. Daher haben wir uns einen Roller für etwa 10 Euro pro Tag gemietet. Teilweise haben wir aber auch über Grab für gerade einmal 50 Cent eine Fahrt auf dem Roller gebucht. Wenn du mehr über unseren Trip und die genaue Route wissen willst oder nützliche Tipps suchst, schau doch einfach mal in unserem Beitrag zur Route vorbei.

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