León – Tipps, Sehenswürdigkeiten & Highlights

León ist eine der beiden bekanntesten Kolonialstädte Nicaraguas und hat uns von Anfang bis Ende begeistert. Insgesamt haben wir hier vier volle Tage verbracht und dabei unglaublich viel erlebt. Die Stadt wirkt freundlicher als Managua und die Menschen sind offen und hilfsbereit. Die ehemalige Hauptstadt ist Heimat der größten Kathedrale Mittelamerikas und bietet mit vier aktiven Vulkanen zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten. Darunter auch das weltweit einzigartige Volcano Boarding auf dem Cerro Negro.

Uns hat León besonders gut gefallen. Die Stadt ist vielfältig und hat von allem etwas zu bieten. Egal ob traditionelle authentische Straßenstände, Märkte und Bars oder schöne Cafés und Restaurants mit westlichem Flair. Hier wirst du auf alle Fälle fündig. Durch die vielen Hostels in Leon kommt man schnell in Kontakt mit anderen Reisenden und auch wenn du alleine unterwegs bist, ist es leicht Anschluss zu finden. Léon zählt zu den heißesten Städten in Nicaragua. Im Sommer liegen die durchschnittlichen Temperaturen schnell zwischen 31 und 35 Grad. Eine Klimaanlage und ein Pool sind daher ein absolutes muss für deine Unterkunft.

Sehenswürdigkeiten in León

León hat einiges zu bieten. Die meisten Aktivitäten werden sowohl privat als auch von Hostels in großen Gruppen angeboten. Am besten informierst du dich vorab, worauf der Fokus liegt, da viele Aktivitäten mit anschließenden Parties enden. In diesem Blog teilen wir unsere Erfahrungen und geben Tipps, wie du die Ausflüge gut planen und das Beste aus deinem Aufenthalt in Léon herausholen kannst.

Kathedrale von León

In León ist es fast schon Pflicht, den Sonnenuntergang von dem Dach der Kathedrale anschauen. Das weiße Dach ist ein beliebter Fotospot und bietet einen großartigen Ausblick über die Stadt. Da der Zugang zum Dach bereits um 17 Uhr schließt, macht es am meisten Sinn wenn du erst kurz vor Schluss kommst. Sonntags hat die Kathedrale nur Vormittags geöffnet.

Am besten klärst du vorab mit dem Guard am Eingang zum Dach einmal ab, wann du spätestens zum Sonnenuntergang hoch kannst. Die Tickets erhältst du auf der östlichen Seite der Kathedrale, gegenüber von der Markthalle. Dort gibt es eine kleine Tür, die in die Kathedrale führt. Der Eintritt kostet etwa 110 Cordoba = ~3€/Person. Den Eingang zum Dach findest du auf der Südseite in Richtung Marktplatz. Da du auf dem Dach deine Schuhe ausziehen musst, ist es praktisch, eine kleine Tasche für deine Sachen dabei zu haben.

Volcano Boarding Cerro Negro

Wenn man in León ist, gehört außerdem das Volcano Boarding auf dem aktiven Vulkan Cerro Negro einfach dazu. Die meisten Touren werden von den Hostels wie dem Bigfoot Hotel aus veranstaltet und du kannst Zeit und Ort direkt vor Ort oder online buchen. Wenn du eine private Tour oder eine Tour ohne Party präferierst, macht es Sinn direkt in deiner Unterkunft zu fragen. Z.b. hat unsere Unterkunft, das Hostal Casa Abierta auch eigene Touren angeboten. Am Ende haben haben wir uns doch für eine Tour mit dem Bigfoot Hostel entschieden, da diese etwas günstiger war. Pro Person kostet es ca. 32€. Mit im Preis waren der Transfer von deiner Unterkunft sowie ein Shirt und ein Bandana, um dein Gesicht vor dem Staub zu schützen. Zudem gibt es ein gemeinsames Essen und eine wilde Fahrt im Partybus.

Vom Hostel aus startet die Tour mit dem Bus zum Vulkan. Um gleichzeitig den Sonnenuntergang am Vulkan zu genießen, buchst du am besten eine Tour am Nachmittag. Die Fahrt zum Cerro Negro dauert etwa 1,5 Stunden und gegen Ende der Fahrt gibt es noch eine kurze Einweisung. Der Aufstieg dauert etwa 1 Stunde. Da der Aufstieg nicht zu unterschätzen ist und die Boards mit der Zeit doch etwas schwerer werden können, kannst du dein Board gegen ein kleines Trinkgeld von etwa 5€ von Einheimischen auf den Vulkan tragen lassen. Uns wurde versichert, dass die Locals das gerne machen, für das Geld dankbar sind und du so eine gute Möglichkeit hast, sie zu unterstützen. Du solltest vor allem an alte aber wandergeeignete Schuhe, viel Sonnencreme, ausreichend Wasser und eine Kopfbedeckung denken.

Auf der linken Seite siehst du ein Bild von Nico der mit seinem Brett über 75km/h erreicht hat. Trotzdem solltest du immer daran denken, dass die Abfahrt nicht ungefährlich ist und deine eigene Sicherheit im Vordergrund stehen sollte. Unten angekommen erwartet dich ein wunderschöner Sonnenuntergang, den du vom Dach des Busses aus beobachten kannst. Auf dem Rückweg kannst du dich auf eine wilde After Party im Bus einstellen, bevor es einen kurzen Halt zum Essen bei Locals gibt. Wenn du es lieber etwas ruhiger hast und solche wilden After-Vulkan-Action nicht möchte, macht es deutlich mehr Sinn, wenn du eine private Tour buchen. Ansonsten ist Volcano Boarding ein einzigartiges Erlebnis, das Action, Spaß und die einmalige Landschaft von León perfekt verbindet.

Wanderung Telica Vulkan

Die Wanderung auf den aktiven Telica Vulkan ist ebenfalls sehr beeindruckend. Dieses Mal waren wir in einer kleineren Gruppe mit Guide unterwegs, was deutlich angenehmer und überschaubar war. Die Tagestour haben wir mit Volcano Day als Anbieter gemacht und ca. 38€/Person (45$) bezahlt. Gebucht haben wir die Tour direkt vor Ort im Via Via Hostel. Wenn du etwas mehr Zeit auf dem Vulkan verbringen willst, kannst du auch eine Tour inkl. Übernachtung am Vulkan buchen.

Die Fahrt zum Vulkan zieht sich relativ lange und dauert fast 2 Stunden, da der größte Teil der Strecke mitten durch die Pampa über Felsen und Geröll führt. Dabei sitzt du mit wenig Platz auf der Rückbank vom einem Jeep was die Fahrt zusätzlich zur Hitze, nicht unbedingt komfortabler macht. Vom Parkplatz aus führt die Wanderung über einfache Trails den Vulkan Entlang. Der Aufstieg dauert ungefähr 1,5 Stunden. Oben angekommen erwartet dich ein riesiger Krater und überall steigt Dampf aus dem Boden auf. Mit viel Glück kannst du sogar Lava sehen oder den Vulkan beim Ausbrechen beobachten.

Anschließend geht es auf die andere Seite des Vulkans von wo aus du einen wunderschönen Ausblick auf den Sonnenuntergang hast. Da es nach dem Sonnenuntergang relativ schnell dunkel wird, ist es sinnvoll für den Abstieg eine Stirnlampe dabei zu haben. Die Wanderung auf den Telica Vulkan kann in der Hitze sehr anstrengend werden, ist es aber allemal wert. Der Tag ist lang und heiß, deshalb solltet ihr unbedingt genug Verpflegung und Wasser mitnehmen. Essen gibt es, abgesehen von einem kleinen Snack beim Sonnenuntergang, erst ganz zum Schluss wieder im Hostel.

Las Peñitas Strand

Ein Tagesausflug an die Pazifikküste nach Las Peñitas ist der perfekte Ausgleich zu den heißen Tagen und den anstrengenden Wanderungen in León. Vor allem wenn du direkt nach Granada weiterfährst ist der Abstecher ans Meer perfekt um dich abzukühlen und frische Energie zu tanken. Die Stadt ist bekannt für einen entspannten Strand, kleine Restaurants und die Möglichkeit zu surfen. Zudem ist Las Peñitas ein bekannter Ort für die Schildkrötenbrut, und mit etwas Glück kannst du an einer Schildkrötenfreilassung teilnehmen. Da es für uns direkt im Anschluss sowieso weiter nach El Tránsito ans Meer ging haben wir Las Peñitas ausgelassen. Wir haben aber von anderen Reisenden darüber gehört.

Unsere Restaurantempfehlungen

In León ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. Es gibt kleine Straßenstände, an denen man unglaublich günstiges und authentisches nicaraguanisches Essen bekommt, aber auch Restaurants auf europäischem Niveau. Wir haben uns meist für ein Mittelding entschieden. Am meisten empfehlen lässt sich jedoch, so viel wie möglich von dem lokalen Streetfood wie z.B. Pupusas auszuprobieren. Es kostet wenig, schmeckt fantastisch und du bekommst dabei die volle Ladung einheimische Küche. Wer wirklich in die Kultur eintauchen möchte, sollte gerade die kleinen Stände und Märkte nicht auslassen.

Unsere Unterkunftstipps

Da es in León ziemlich heiß werden kann, ist eine Unterkunft mit Pool und Klimaanlage fast schon Pflicht. Da wir das selbst nicht bedacht hatte, war die erste Nacht kaum auszuhalten und Schlaf eine absolute Fehlanzeige. Glücklicherweise konnten wir unser Zimmer im Casa Abierta am nächsten Tag upgrade und damit für deutlich angenehmere Temperaturen im Zimmer sorgen. Am sinnvollsten ist es, wenn du morgens, wenn es noch nicht so heiß ist, die Zeit nutzt um die Stadt zu erkunden, und die Mittagshitze entspannt am Pool verbringen kannst.

Wir hatten unglaubliches Glück, denn während unseres Aufenthalts (im März) war gerade Mangozeit. Um unseren Hotelpool standen zahlreiche Mangobäume, und im Minutentakt fielen frische Mangos ins Wasser. Was schön aussieht, kann aber auch ziemlich gefährlich sein und mit einem blauen Auge enden. Außerdem solltest du immer darauf achten, Türen und Fenster zu schließen, da du sonst in wenigen Minuten ein Zimmer voller Moskitos hast. Außerdem haben wir auch den ein oder anderen kleinen Skorpion in León gesehen. Daher ist es empfehlenswert Kissen auszuschütteln und deine Schuhe zu checken, um unangenehme und teilweise auch gefährliche Überraschungen zu vermeiden.

Wenn du auf den Komfort verzichten möchtest und bereit bist, im Schlafsaal zu übernachten, dann gibt es auch deutlich günstigere Alternativen. So oder so, am besten entscheidest du dich für eine Unterkunft in Zentrumsnähe. Neben unserer Unterkunft (Casa Abierta) haben wir dir daher noch ein paar weitere Vorschläge rausgesucht:

Anreise und Transport vor Ort

In León selbst waren wir überwiegend zu Fuß unterwegs. Innerhalb vom Stadtzentrum erreichst du meistens alles wichtige innerhalb einer kurzen Gehzeit von 10 Minuten. Bei den meisten Touren ist der Transport sowieso inklusive. Alternativ dazu findest du auch an jeder Ecke Taxis oder kannst die Taxi Apps (Ray und Aventon) nutzen.

Die Fahrt von Managua nach León dauert ca. 1,5 Stunden und kostet etwa 100 Cordobas (ca. 2,50€). Die Busse fahren regelmäßig vom Hauptbusbahnhof in Managua ab. Vom Busterminal in Leon sind es nochmal 10 Minuten Fahrt bis in die Innenstadt und zu der Unterkunft, in der wir waren. Von dort aus ist es nur noch eine kurze Fahrt mit dem Bus oder Taxi. Wenn du aus Leon abreist, gibt es in der Stadt eine Busshaltestelle zum Busterminal auf der nördlichen Seite der Markhalle. Für uns ging es von dort aus weiter mit dem Chickenbuss nach El Tránsito.


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