Lago di Sorapis – Türkisblaues Wasser inmitten der Dolomiten
Die Wanderung zum Lago di Sorapis zählt zu den bekanntesten Touren in den Dolomiten und steht bei vielen ganz oben auf der Liste. Der Weg ist wunderschön und führt durch abwechslungsreiche Landschaft, stellenweise sogar spektakulär an steilen Felsklippen entlang. Für uns war die Wanderung selbst sogar beeindruckender als der See am Ende. Wie du dir aber sicher denken kannst, ist die Tour extrem beliebt und daher fast immer überfüllt, was den Genuss zwischendurch etwas trüben kann.
Die Wanderung im Detail
Die Wanderung zum Lago di Sorapis ist eine mittelschwere Halbtages-Tour mit rund 4,5-5,5 Stunden Gehzeit, etwa 12 Kilometern Länge und rund 400 Höhenmetern. Der Wanderweg führt über schmale, teils steinige Pfade mit gesicherten Passagen, bei denen Trittsicherheit und festes Schuhwerk erforderlich sind. Technisch ist die Tour gut machbar, erfordert aber Aufmerksamkeit und an der ein oder anderen Stelle etwas Schwindelfreiheit.
5 Stunden Gehzeit
mittel bis anspruchsvoll
12,5 Kilometer
400 Höhenmeter
Passo Tre Croci
Parke und Ausgangspunkt
Der Startpunkt liegt am Passo Tre Croci. Dort befindet sich ein offizieller Parkplatz direkt am Einstieg. Wie fast überall wird auch der Parkplatz schnell sehr voll und auch der Straße entlang sieht es nicht besser aus. Wer später am Tag ankommt, muss oft weiter entfernt parken und hat dadurch einen zusätzlichen Fußweg bis zum Start. Es lohnt sich daher sehr früh vor Ort zu sein. So startet die Wanderung entspannter und du hast, zumindest für die ersten Meter, etwas mehr Ruhe auf dem Weg. Wir waren gegen 9 Uhr dort und haben gerade so noch einen der letzten Parkplätze bekommen.
Wegbeschreibung und Highlights
Die Wanderung zum Lago di Sorapis beginnt am Passo Tre Croci und führt über den markierten Weg Nr. 215 in Richtung Rifugio Vandelli. Der Einstieg ist einfach und verläuft zunächst breit und weitgehend flach durch Wald und offenes Gelände. Der Weg ist relativ gut ausgebaut und bietet erste Blicke auf die umliegenden Felsformationen der Dolomiten. Nach einem Geröllfeld und einem kleinen Wasserfall wird der Pfad schmaler und der Untergrund steiniger. Der Weg steigt nun kontinuierlich an und führt näher an die Felswände heran. In diesem Abschnitt ist mehr Aufmerksamkeit nötig, da sich lose Steine und schmale Passagen häufen. Das Gelände wirkt insgesamt alpiner, bleibt aber gut nachvollziehbar markiert.
Es folgen mehrere felsige Abschnitte mit kurzen, ausgesetzten Stellen. Diese sind mit Drahtseilen, Eisenstufen und Metallgittern gesichert. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk sind hier wichtig. Mit vorsichtigem Gehen sind diese Stellen auch für weniger erfahrene Wanderer machbar. Der Weg verläuft anschließend weiter in Richtung Rifugio Vandelli. Von der Hütte aus sind es nur noch wenige Schritte bis zum See. Der Lago di Sorapis liegt ruhig zwischen steilen Felswänden und fällt durch seine türkisfarbene Wasserfarbe auf. Die gesamte Strecke ist als mittelschwer einzustufen und dauert etwa 4-5 Stunden bei rund 400 Höhenmetern. Wir konnten nicht glauben, dass die Farbe tatsächlich so malerisch aussah wie auf den Bildern, bis wir selbst dort waren. Am See selbst haben wir eine Pause eingelegt und die Aussicht genossen, denn Baden ist dort verboten. Anschließend haben wir noch einen Stopp in der Hütte eingelegt, bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben.
Durch die vielen Menschenmengen kannst du dich auf ein regelrechtes Stop and Go einstellen. Ständig kommt man an Gruppen vorbei oder wird selbst überholt und besonders an engen Stellen wird es schnell eng. Um dem Menschenstrom zu entkommen, wollten wir ursprünglich über den anspruchsvollen Wanderweg Nr. 242, den Tonde de Sorapis, zurückgehen. Dieser war jedoch wegen einem Erdrutsch und Steinschlag gesperrt, sodass wir den gleichen Weg zurückgehen mussten. Rückblickend war es wahrscheinlich sogar besser eine etwas kürzere Tour zu machen. Einerseits waren wir von der Wanderung am Vortag zur Croda de Lago noch ziemlich erschöpft und andererseits standen in den nächsten beiden Tagen auch nochmals intensive Wanderungen zu den Drei Zinnen anstanden
Cortina d’Ampezzo
Nach der Wanderung kannst du den Tag in Cortina d’Ampezzo ausklingen lassen. Wir waren Ende Juni da, zu der Zeit als gerade einer der Ultramarathons dort war. Diesen Zeitpunkt können wir allerdings nicht empfehlen. Viele Hotels waren ausgebucht und deutlich teurer als sonst, die Stadt war teilweise gesperrt und überfüllt und auch auf den Wanderwegen bist du immer wieder Läufern begegnet. In Summe war einfach sehr viel los und wir denken, dass es bessere Zeitpunkte gibt, die Dolomiten zu besuchen. Unser Tipp daher: informiere dich vorher auf der Lavaredo Ultra Trail Seite über Termine und plane, wenn möglich, drum rum.
Eine absolute Empfehlung in Cortina ist die Pizzeria Il Ponte. Das Restaurant ist der perfekte Ort, um den Abend nach einer anstrengenden Wanderung mit einem Glas Wein und einer leckeren Pizza in der Sonne ausklingen zu lassen. Im Anschluss kannst du dich gegenüber im Conad City noch mit Proviant für den nächsten Morgen eindecken. So kannst du früh starten und den Aufstieg zu den Drei Zinnen in deinem eigenen Tempo angehen, bevor die großen Menschenmassen kommen.
Um unsere komplette Route und weitere Tipps für deine Reiseplanung zu sehen, schau dir unseren Dolomiten Rundreise Guide an. Hier findest du den perfekte Fahrplan für dein eigenes Abenteuer in Südtirol!










