Croda da Lago: Dolomiten Rundtour mit Seen und Gipfeln

Die Wanderung um die Bergkette Croda da Lago ist wahrscheinlich eine der wenigen Ausflüge in den Dolomiten, die noch nicht komplett überlaufen ist. Die Kombination aus schönen Waldwegen, einer Abkühlung im glasklaren Lago die Federa und beeindruckenden Blicken in die Berge machen die Tour zu einem echten Highlight, wenn nicht sogar zu unserer Lieblingstour. Bereits auf den ersten Metern durch das Val Formin zeigt sich, warum die Wanderung für uns ein absolutes „must-see“ ist. Während du auf dem Hauptwanderweg bis zur Hütte und zum See immer wieder andere Wanderer triffst, kannst du anschließend den Großteil der Tour für dich alleine und in vollen Zügen genießen.

Details zur Wanderung

Die Wanderung zum Croda da Lago ist eine mittellange Tagestour, die sich perfekt als Einstieg in die Dolomiten anbietet. Die Tour ist gut machbar ist, verlangt aber vor allem gegen Ende einiges an Ausdauer und Durchhaltevermögen. Der Weg führt abwechslungsreich durch Waldpassagen, über steinigere Abschnitte hinauf zu vielen einzigartigen Aussichtspunkten. Die Route ist gut ausgeschildert, sodass du dich gut zurecht findest und kaum vom Weg abkommen kannst. Nach den ersten Metern musst du dich allerdings entscheiden, ob du die Wanderung mit dem oder gegen den Uhrzeigersinn machst. Dazu aber gleich mehr.

Dauer

5 Stunden bei mittlerer – anspruchsvoller Schwierigkeit

Distanz

Insgesamt 13 Kilometer
und 780 Höhenmeter

Parken

Giau Pass km4
Parkplatz Ponte di Rocurto

Parken und Ausgangspunkt

Am besten nutzt du den Parkplatz „Ponte di Rocurto“ beim Giau Pass Kilometer 4. Dabei handelt es sich um eine Parkbucht entlang der Straße, direkt neben dem Ausgangspunkt der Wanderung. Da der Parkplatz sehr klein ist (ca. 30 Plätze), solltest du vor allem in der Hauptsaison früh dran sein. Als wir gegen 9.00 Uhr angekommen sind haben wir noch gut einen Parkplatz bekommen. Wenn die Plätze belegt sind, ist das aber auch kein Problem. Dem Pass entlang findest du immer wieder kleinere Buchten, in denen du dein Auto abstellen kannst. Fakt ist, je früher du da bist umso entspannter kannst du in den Tag und die Tour starten. Vor allem auf Rückweg wirst du dafür sehr dankbar sein.

Beschreibung und Highlights

Vom Parkplatz aus führt der Wanderweg Nummer 437 zunächst durch das Val Formin. Der Einstieg ist angenehm und verläuft zunächst durch einen schattigen Waldabschnitt, bevor sich der Blick langsam öffnet und die ersten Felsformationen sichtbar werden. Nach ungefähr 45-60 Minuten erreichst du eine Weggabelung. Hier musst du dich entscheiden, ob du zuerst zum See und damit zur Hütte möchtest, oder ob du die Runde gegen den Uhrzeigersinn und damit zuerst über das Bergmassiv gehst.

Die meisten entscheiden sich für die Runde im Uhrzeigersinn, da der Anstieg so angenehmer ist und du dich vor dem anstrengenden Teil der Wanderung nochmals stärken kannst. Auch wir haben uns für diese Richtung entschieden, was sich im Nachhinein auch als die bessere Wahl herausgestellt hat. Dafür hält du dich an der Gabelung links auf folgst dem Wanderweg mit der Nummer 434.

Nach weiteren 45 Minuten erreichst du einen Aussichtspunkt mit einem wunderschönen weiten Blick auf Cortina D’Ampezzo und in die Ferne. Nach einer weiteren knappen Stunde erreichst du den Lago Federa. Der erste Blick auf den See ist beeindruckend. Das Wasser ist glasklar und die umliegenden Berge spiegeln sich darin. Bevor wir zur Hütte zu gehen, laufen wir einmal nach rechts um den See herum. Dabei gibt es immer wieder Stellen, an denen du in den See springen und dich abkühlen kannst.

Im Anschluss gehen wir zur Hütte, wo wir uns für den restlichen Teil der Wanderung stärken. Bis hier hast du bereits ungefähr ein gutes Drittel der Wanderung geschafft. Genau aus diesem Grund empfehlen wir auch diese Richtung. Der Aufstieg von der anderen Seite ist deutlich länger und vor allem steiler. Außerdem würdest du die Hütte erst viel später erreichen und müsstest entsprechend mehr Verpflegung mitnehmen.

Von der Hütte aus führt der Weg in weiter nach oben. Wir folgen dem Pfad in Richtung Forcella Ambrizzola. Dieser Abschnitt steigt leicht an und überschneidet sich teilweise mit der Strecke der UTMB Trail Championship, weshalb uns gerade an diesem Wochenende viele Teilnehmer entgegenkommen sind. Daher war dieser Abschnitt recht voll, was an den besonderen Umständen des Wettkampfwochenendes lag. Am besten informierst du dich auf der Webseite vorher, an welchen Wochenenden die Veranstaltungen statt finden und planst drum herum.

Nach der Steigung trennen sich die Wege wieder und spätestens ab diesem Punkt wird es deutlich ruhiger. Hier hast du den Pfad oft fast vollständig für dich und kann die Landschaft in aller Ruhe genießen und mit etwas Glück ein paar süße Murmeltiere beobachten.

Es folgt ein letzter Anstieg bevor du den höchsten Punkt der Wanderung erreichst. Nun beginnt der Abstieg und nach jeder Kurve eröffnen sich neue, beeindruckende Ausblicke. Die Kombination aus massivem Fels, weiten Tälern und dem offenen Himmel macht diesen letzten Teil besonders eindrucksvoll und bildet einen wunderschönen Übergang.

Der Abstieg selbst ist relativ anspruchsvoll und zieht sich lange. Immer wieder sind größere Schritte nötig und an einigen Stellen erfordert es ein kontrolliertes Heruntersteigen mit Einsatz von Händen und Füßen. Der Untergrund ist uneben und du brauchst hier volle Konzentration. Als wir diesen Abschnitt hinuntergelaufen sind, waren wir einfach nur froh, dass wir die Runde in dieser Richtung gegangen sind. In umgekehrter Reihenfolge wäre der Teil der Wanderung als Aufstieg deutlich anstrengender und technisch fordernder gewesen. Tipp: Nimm dir ausreichend und energiereiche Verpflegung wie z.B. Datteln oder Proteinriegel mit, um dich zwischendrin zu stärken und sicherzustellen, dass du genügend Kraft für die gesamte Wanderung hast.

Wenn dir die Wanderung zur Croda da Lago genau so gefallen hat wie uns, solltest du dir auf keinen Fall die auf keinen Fall die Drei Zinnen oder das kristallklare, türkisfarbene Wasser des Lago di Sorapis entgehen lassen. Beide Wanderungen bieten völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen atemberaubende Ausblicke auf die Region.

Falls du gerade deine Reise planst und wissen möchtest, wie du diese Highlights zu einem perfekten Abenteuer kombinieren kannst, schau dir unseren ausführlichen Dolomiten Rundreise Guide an. Hier findest du alle Details zu Unterkunft und Route die du für eine unvergessliche Zeit in Südtirol brauchst.

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