Bali Rundreise: Unsere Route, Highlights & Reisetipps
Unsere Reise nach Bali war bunt, intensiv und voller unvergesslicher Eindrücke. In diesem Blog teilen wir unsere Route, ehrliche Erfahrungen und praktische Tipps, die dir bei der Planung deiner eigenen Reise helfen. Insgesamt haben wir 3,5 Wochen auf der Insel im indischen Ozean verbracht und unsere Route so geplant, dass wir ca. alle 2 bis 4 Tage den Ort gewechselt haben. Mit noch mehr Zeit lässt sich das natürlich auch entspannter gestalten, für uns hat es so aber sehr gut gepasst. Da die Anreise relativ lange ist und es unglaublich viel zu entdecken gibt, solltest du für deinen Aufenthalt mindestens 14 Tage einplanen.
Ausführliches Feedback und Empfehlungen zu den einzelnen Orten findest du in den jeweiligen Beiträgen. Außerdem haben wir am Ende dieses Blogs weitere Orte aufgelistet, die wir aus Zeitgründen nicht besuchen konnten oder die uns währenddessen von anderen Reisenden empfohlen wurden. So kannst du deine Route flexibel an deine Reisedauer und persönlichen Interessen anpassen und das Beste aus deiner Balirundreise herausholen.
Alle Orte auf einen Blick
Bali lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. Mit ein bisschen Planung kannst du entlegene Strände, Wasserfälle oder Tempel besuchen, ohne auf teure Touren oder Guides angewiesen zu sein. So bleibt deine Reise flexibel, entspannt und authentisch. Ganz allgemein kannst du dir Bali wie folgt vorstellen:
- Süden: Bekannt für lebendige Strände, erstklassiges Surfen und ein wildes Nachtleben.
- Osten: Steht für Ruhe, beeindruckende Tempel und hervorragende Tauchspots.
- Zentrum: Das Landesinnere ist das Herz der balinesischen Kultur und Heimat der berühmten Reisfelder.
- Norden & Westen: Diese Regionen gelten als besonders ursprünglich, grün und teilweise noch völlig abgeschieden.
Uluwatu
Unser Abenteuer begann im Süden der Insel, in Uluwatu. Bereits bei der Ankunft hat uns der entspannte Vibe sofort abgeholt und nach der langen Anreise wirkt Uluwatu wie das Paradies schlechthin. Der kleine Ort bietet alles, was man für einen gechillten Start braucht. Von traumhaften Stränden über magische Sonnenuntergänge und süße Cafés bis hin zu unendlich vielen Surfspots. Hier haben wir uns direkt wohlgefühlt und wären im Nachhinein gerne noch länger geblieben. Uluwatu ist definitiv eines der Highlights unserer Reise.
Ubud
Im Anschluss daran ging es weiter nach Ubud, was für uns ein kompletter Kontrast war. Im Vergleich zur entspannten Stimmung im Süden wirkte Ubud auf den ersten Blick ziemlich chaotisch. Mehr Menschen, mehr Lärm und viel mehr Eindrücke, aber dafür kulturell und landschaftlich ein echtes Highlight. Zwischen grünen Reisterrassen, traditionellen Tempeln und beeindruckenden Wasserfällen gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Eins ist klar, Ubud muss man gesehen haben, auch wenn wir rückblickend vielleicht einen Ticken weniger Zeit hätten einplanen können.
Gili Islands
Um entspannt auf die Gili Islands zu kommen, haben wir einen kurzen Zwischenstopp mit Übernachtung in Sanur eingelegt. Sanur selbst ist eher unspektakulär, aber durch den Hafen super praktisch für die Weiterreise. Auf Gili Trawangan angekommen merkt man schnell, dass hier vor allem eins zählt, Party, Party, Party. Wer feiern will, ist hier genau richtig, für uns persönlich war es allerdings zu voll und zu laut. Auch das Meer lädt nicht wirklich zum Schwimmen ein, da der Strand an vielen Stellen mit totem Riff bedeckt ist. Wir waren deshalb echt froh, als es ein paar Tage später weiter auf die Nachbarinsel Gili Meno ging. Dort wurden wir vom kompletten Gegenteil überrascht, eine kleine Insel mit nur rund 400 Einwohnern. Das war perfekt für Ruhe, Schnorcheln und echtes Inselleben. Hier erwartet dich das klassische remote paradise feeling, das man von den Gilis erwartet
Nusa Penida
Nach ein paar entspannten Tagen ging es für uns mit einer weiteren Bootsfahrt nach Nusa Penida. Je nach Wellengang sind diese Überfahrten nichts für schwache Nerven. Viele Reisende machen den Fehler, die Insel nur im Rahmen eines kurzen Tagestrips zu besuchen. Glücklicherweise hatten wir uns dazu entschieden, mehrere Tage dort zu verbringen, denn rückblickend war Nusa Penida neben Uluwatu das zweite Highlight unserer Balireise. Mit etwas Planung lassen sich die bekannten Spots wie Kelingking Beach oder Diamond Beach fast ganz für sich allein genießen. Darüber hinaus gibt es abseits der Hauptpfade zahlreiche einsame Strände und spektakuläre Ausblicke zu entdecken.
Canggu
Zum Abschluss haben wir unsere Balireise in Canggu ausklingen lassen. Mit seinen vielen Cafés, Restaurants und Strandbars ist die Gegend bei Surfern und digitalen Nomaden extrem beliebt. Das führt allerdings dazu, dass Canggu schnell hektisch und überfüllt wirken kann. Trotzdem haben wir ein paar richtig gute Spots entdeckt, die du in dem entsprechenden Blogpost finden kannst.
Insgesamt hat uns Bali in dieser Zeit gezeigt, wie vielseitig die Insel ist, mal wild, mal entspannt, mal ruhig, aber immer einzigartig. Auch wenn einige Orte sehr touristisch sind, hat uns die Insel total gecatcht. Deshalb wollen wir vor allem die Orte und Erfahrungen mit dir teilen, durch die man dem größten Trubel entkommen und Bali von seiner besten Seite erleben kann.
Transport auf Bali
Der Verkehr auf Bali ist echt nicht zu unterschätzen und hat mit dem deutschen Straßenverkehr kaum etwas zu tun. Es ist laut, chaotisch und überall wird gehupt, wobei das oft nur ein Signal beim Überholen ist. Am Anfang hat uns das ziemlich irritiert, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hatten wir den Dreh raus und konnten ein gutes Gefühl für die Straßen entwickeln.
Roller
Bei Ausflügen und wenn wir kein Gepäck dabei hatten, waren wir eigentlich immer mit dem Roller unterwegs. Damit kommst du deutlich schneller voran und kannst dich überall durchschlängeln, während die Autos oft im Stau feststecken. Außerdem ist das Fahrgefühl auf dem Roller viel intensiver, man bekommt einfach mehr von der Umgebung mit und kommt an Orte, die mit dem Auto gar nicht erreichbar sind. Ein wichtiger Punkt ist aber, dass du Google Maps oder andere Zeitangaben nicht zu ernst nehmen solltest. Oft werden Wege vorgeschlagen, die gar keine richtigen Straßen sind, und man landet plötzlich mitten im Nirgendwo auf irgendwelchen Feldwegen. Da Staus und viel Verkehr sowieso zum Alltag gehören, solltest du immer genug Zeit einplanen um flexibel zu bleiben. So vermeidest du Stress und kannst die Fahrt trotzdem genießen
Roller solltest du allerdings nur fahren, wenn du dich wirklich sicher fühlst, denn Unfälle passieren auf Bali leider ziemlich oft. Das liegt häufig an unebenen Straßen, schlecht ausgebauten Wegen oder steilen Sandpisten auf dem Weg zu versteckten Spots. Deshalb empfehlen wir dir auf jeden Fall immer einen Helm zu tragen und besonders vorausschauend zu fahren, vor allem wenn du abgelegene Strände oder weniger befahrene Wege erkundest. Wenn dir das Risiko zu groß ist, du aber trotzdem die volle Bali Experience willst, kannst du über verschiedene Apps auch ganz einfach einen eigenen Rollerfahrer buchen, dazu schreiben wir weiter unten noch mehr.
Einen Roller zu mieten ist auf Bali echt günstig, je nach Anbieter und Saison zahlst du meistens zwischen 5 und 10 Euro am Tag. Auch das Benzin kostet fast nichts, eine komplette Tankfüllung liegt bei etwa 5 Euro. Tanken kannst du meistens an winzigen Tankstellen mit nur einer Zapfsäule oder bei kleinen Shops, die Benzin einfach in Plastikflaschen am Straßenrand verkaufen. Üblich ist, dass du nur so viel tankst wie du gerade brauchst und dann direkt bar bezahlst. Deshalb solltest du immer genug Kleingeld dabei haben, weil Kartenzahlung dort fast nie funktioniert. Behalte auch die Tankanzeige immer ein bisschen im Auge, denn auch wenn es viele Shops gibt, willst du es am Ende nicht darauf ankommen lassen.
Auto
Für Fahrten mit Gepäck haben wir Grab und Gojek genutzt, das sind Apps, die man gut mit Uber vergleichen kann. Am besten registrierst du dich dort schon vor deiner Ankunft, so kannst du dir am Flughafen das lästige Verhandeln sparen und schnell eine günstige Fahrt organisieren. Eine etwa einstündige Fahrt kostet ungefähr 10 Euro. An vielen öffentlichen Orten gibt es allerdings Sperrzonen, in denen man nicht direkt einen Fahrer bestellen kann. Meistens musst du erst ein paar Meter aus dem rot markierten Bereich rauslaufen, bevor die App einen Fahrer vermittelt. Wir haben am Anfang den Fehler gemacht und uns ein normales Taxi aufschwatzen lassen, wofür wir am Ende über 40 Euro gezahlt haben. Außerdem versuchen die Fahrer oft, dir direkt noch Tagestouren oder SIM-Karten zu verkaufen. Wie schon erwähnt, kannst du dort nicht nur Autos, sondern auch Rollerfahrten buchen.
Linksverkehr auf Bali
Auf Bali herrscht Linksverkehr, was gerade am Anfang für viele etwas gewöhnungsbedürftig ist. Deshalb solltest du besonders bei Einfahrten, Kreuzungen und Kreisverkehren aufpassen, da man dort schnell mal auf der falschen Seite landet. Fahr am Anfang einfach vorsichtig und gewöhn dich langsam an das System. Wenn du dir unsicher bist, lass lieber einmal mehr jemandem den Vortritt, anstatt dich selbst unnötig in Gefahr zu bringen.
Fähre & Boot
Für Fahrten zu den umliegenden Inseln wie die Gili Islands oder Nusa Penida nutzt du normalerweise Speedboote, die von den größeren Häfen auf Bali ablegen. Diese Fahrten sind oft ziemlich hektisch und bei schlechtem Wetter auch mal ungemütlich, da es ordentlich wackelig werden kann. Vor Ort geht es dann häufig mit kleinen Fischerbooten weiter, die du ganz unkompliziert direkt am Strand ansprechen kannst. Gerade auf den Gilis ist das eine gängige Möglichkeit, um zwischen den Inseln zu pendeln oder zu abgelegeneren Riffen zu kommen.
Was du sonst wissen solltest
Bevor du startest, haben wir hier noch ein paar Tipps gesammelt, die uns auf Bali echt geholfen haben. Zuerst brauchst du für die Einreise ein Visum, das du direkt am Flughafen bekommst. Das Visa on Arrival kostet etwa 35 US Dollar und wird meistens bar bezahlt, also hab am besten genug Bargeld dabei, wobei am Flughafen fast alle großen Währungen genommen werden. Dein Reisepass muss bei der Einreise außerdem noch mindestens 6 Monate gültig sein. Wenn du einen Roller mieten willst, nimm unbedingt einen internationalen Führerschein mit. Wir wurden zwar nie danach gefragt, aber offiziell ist er Pflicht und gibt dir einfach Sicherheit, falls doch mal was sein sollte.
In kleineren Cafés, bei Streetfood Ständen oder beim Rollerverleih kannst du oft nur mit Bargeld zahlen. Die Währung ist die indonesische Rupiah und die vielen Nullen auf den Scheinen sind am Anfang echt gewöhnungsbedürftig. 100.000 Rupiah sind zum Beispiel gerade mal 6 Euro. Geldautomaten findest du fast überall, aber nutz am besten nur die an belebten und sicheren Orten. Trinkgeld ist auf Bali kein Muss, aber die Leute freuen sich riesig darüber. In Restaurants, bei Guides oder Taxifahrern sind ein paar Rupiah als kleines Dankeschön immer eine nette Geste.
Was man oft unterschätzt, nicht jeder Strand ist zum Baden geeignet. Es gibt häufig krasse Strömungen, hohe Wellen und tote Korallen im Wasser, die echt wehtun können. Auch wenn sie optisch jetzt kein Highlight sind, waren wir am Ende echt froh über unsere Wasserschuhe.
Dann ist da noch das Thema Bali Belly, also Magenprobleme, die leider viele Reisende irgendwann mal erwischen. Leitungswasser solltest du komplett meiden. Nico hat es auch erwischt und die Medikamente aus Deutschland haben leider gar nicht geholfen. In den Apotheken vor Ort bekommst du aber gute Mittel und Elektrolyte, die wirklich schnell wirken. Wenn du vorsorgen willst, nimm schon vor der Reise Probiotika ein. Ansonsten hilft es, nur geschältes Obst zu essen und auf Eiswürfel zu verzichten. Mit diesen Tipps bist du gut vorbereitet und kannst dich voll auf das Inselleben konzentrieren.
Dein ultimativer Bali Guide
Hier findest du nochmals zusammengefasst die wichtigsten Tipps für deine Bali Reise. Das Ganze ist ideal als Checkliste für deine Vorbereitung und basiert komplett auf unseren persönlichen Erfahrungen. So bist du am Ende bestens vorbereitet und hast vor deinem Abflug garantiert alles Wichtige auf dem Schirm
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